In alter Pfadfindertradition wird auch in unserem Zeltlager nachts "gewacht".
Einerseits steht im Mittelpunkt unseres Lagers ein Bannermast mit 2 großen Christus-Bannern, andererseits stellen wir jedesmal, wenn wir ein Lager aufschlagen, Zelte und anderes, für die Durchführung eines so großen Unternehmens notwendige Material im Wert von mehr als 25.000 € in die Landschaft.
Um diese Werte auch nachfolgenden Generationen zu erhalten, ist es sinnvoll und auch notwendig ein wenig achtzugeben.
Tagsüber, sowie auch Nachts.
Nicht zuletzt wollen wir dem schlafenden Rest des Lagers seine Ruhe sicherstellen.
Als Ansprechpartner für jeden bzw. alles, was sich Nachts ereignen kann, fungiert ein Betreuer, der sich immer in Sichtweite mitten auf dem Platz aufhält, und alle 2½ Stunden abgelöst wird.
Jedes Zelt (i.e. jede Jugendgruppe) verteilt sich, je nach Alter, in Einer- oder Zweiergrüppchen auf festgelegte "Posten", die sich direkt an den Zelten, immer in Sicht- und Rufweite des Betreuers befinden.
Weiterhin teilen sich die Zeltgemeinschaften für die Nachtwache in eine rechte- und eine linke Hälfte, damit beim Wechsel der Wachen im Zelt nicht mehr Unruhe wie notwendig erzeugt wird.
Die Gruppenleiter machen immer 2½ Stunden Wache, damit sichergestellt ist, daß sie auf jeden Fall mit Ihrer eigenen Gruppe zusammen Wache machen, da sie ihre Grumis am Besten kennen.
Die Grumis sind so ca. 3 mal während des Lagers für 1¼ Stunden Nachts draußen. Während dieser Zeit gehen ihre Gruppenleiter ständig, einer im Uhrzeigersinn und einer im Gegenuhrzeigersinn von Posten zu Posten, die Grumis sind also ständig unter Aufsicht, und können sich so bei Bedarf auch über ihre "Erlebnisse" austauschen.
Wir wurden schon oft gefragt, ob sowas wie Nachtwache heutzutage überhaupt noch notwendig ist!?
Dazu zunächst eins: mit "paramilitärischem Gehabe" hat unsere Nachtwache absolut nichts zu tun.
Vielmehr ist in der heutigen Zeit eine gewisse "Reizüberflutung" unserer Kinder zu beobachten. Sie haben da sicher auch Ihre eigenen Erfahrungen. (Wir verweisen hier nur auf die permanente "Musikberieselung" in Kaufhäusern, am Telefon, etc.
Hand auf´s Herz:
Was für Erfahrungen machen Kinder und Jugendliche heute mit Ruhe und Dunkelheit? - Zumeist Keine, und wenn doch, dann eher schlechte aber dafür sehr einprägsame Erfahrungen.
Wir glauben, daß es nichts Schlechtes ist, mit Dunkelheit und den damit verbundenen "anderen" Geräuschen und auch den daraus resultierenden eigenen Phantasien umgehen zu lernen.
Versuchen wir doch den Kindern positive Erfahrungen auch in diesem Bereich zu vermitteln.
Sorgen brauchen Sie sich nicht zu machen, die Kinder und Jugendlichen sind unter ständiger Aufsicht, und die Betreuer haben langjährige Erfahrungen, wie mit etwaigen Ängsten umzugehen ist.
Falls ein Kind wirkliche Angst haben sollte, und es absolut nicht wachen will (dieser Fall ist unserer Erfahrung nach äußerst selten), bleibt das betreffende Kind natürlich im Zelt!
Falls Ihr Kind bei uns mitfährt, und Sie noch irgendwelche Bedenken haben sollten, melden Sie sich bitte bei uns. Es ist immer von Vorteil, vorher zu wissen, wo es Probleme geben könnte.